Akademisches Konfuzius-Institut an der Georg-August-Universität Göttingen

Am 17. Juni 2017 fand im Adam-von-Trott-Saal der Universität Göttingen mit über 150 Zuschauern der 10. deutschlandweite „Chinese Bridge“-Sprachwettbewerb für Schülerinnen und Schüler statt, organisiert von der Bildungsabteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland, dem Akademischen Konfuzius-Institut Göttingen, dem Verband der chinesischen Studenten und Wissenschaftler in Göttingen und dem Ostasiatischen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen.

Chor des Burggymnasiums Essen

Nach einer Eröffnung durch den Deutsch und Chinesisch singenden Chor des Burggymnasiums Essen, der den Tag begleitete, folgten Grußworte der Ehrengäste und Unterstützer des Wettbewerbs: die Vizebürgermeisterin der Stadt Göttingen Helmi Behbehani, die Vizepräsidentin der Georg-August-Universität Göttingen Frau Prof. Hiltraud Casper-Hehne, sowie Frau Feng Yiping von der Bildungsabteilung.

Der chinesische Botschafter in Deutschland Shi Mingde sagte in seiner Grußbotschaft, dass sich das Niveau des Chinesischunterrichts an den deutschen Sekundarschulen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt habe und dies insbesondere durch die hervor­ragenden Leistungen der Finalisten des diesjährigen „Chinese Bridge“ Wettbewerb deutlich werde. Die Zukunft unserer Welt liege in den Händen junger Menschen, und die Sprache sei die Brücke zwischen den Kulturen. Jugendliche, die jetzt die chinesische Sprache lernten, würden in Zukunft eine wichtige Rolle im deutsch-chinesischen Austausch einnehmen.

Auch Prof. Andreas Guder, verantwortlich für die Chinesischlehrer-Ausbildung am Ostasiatischen Seminar Göttingen und Direktor des Akademischen Konfuzius-Instituts, vertrat in seinem Grußwort die Ansicht, dass kein anderes Schulfach besser als Chinesisch geeignet sei, junge Menschen dazu zu befähigen, sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen.

Im Wettbewerb selbst stellten 16 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Deutschland durch vorbereitete Kurzvorträge, die Beantwortung von Quizfragen in chinesischer Sprache und einer frei wählbaren Darstellung eines besonderen Talents ihre Fähigkeiten unter Beweis: Neben ihren sprachlichen Kompetenzen boten die Teilnehmer der Talent-Show dem Publikum Gesang, Tanz, Malerei, Origami, Gedichte, Fächer-Tai Chi und Klaviermusik dar.

Nach beinahe 8 Stunden hatten Carla Repmann aus Cottbus und Ahmet Özbakir aus Essen durch ihre hervorragenden sprachlichen und musikalischen Leistungen die Jury überzeugt und teilten sich den ersten Platz des Wettbewerbs.

Ahmet Özbakir hatte bereits im letzten Jahr einen dritten Platz belegt und konnte dieses Mal durch eine Darstellung über seine Ansichten über die schnelle Entwicklung Chinas überzeugen und erntete für sein vorgetragenes Lied „Ich liebe dich China“ den begeisterten Applaus des Publikums.

Carla Repmann hatte vor ihrem 10-monatigen Aufenthalt in Jiamusi in der Provinz Heilongjiang noch gar keine Chinesischkenntnisse.  Dort hatte sie nicht nur Hochchinesisch gelernt, sondern sich darüber hinaus auch den Dialekt der Region aneignen können, wie sie eindrucksvoll demonstrieren konnte. Sie beabsichtigt, nach Schulanschluss nach China zurückzukehren, da China für sie während ihres Auslandsaufenthaltes schon zu einer zweiten Heimat geworden sei.

Die zweiten Plätze gingen an Darja Balane vom Gymnasium Christianeum in Hamburg und Katherina Löbel von der Salzmannschule Schnepfenthal in Thüringen. Mit einem dritten Platz wurden zwei Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen belohnt: Letizia Martin vom Burggymnasium Essen und Hannes Büscher vom Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg.

Die Vorsitzende der Jury, die Germanistin Prof. Xu Jinghua von der chinesischen Botschaft, lobte das hohe Niveau der Leistungen aller Teilnehmer und ermutigte alle, ihre Bemühungen im Erwerb der chinesischen Sprache fortzusetzen.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Unterstützern und Sponsoren noch einmal herzlichen Dank für diesen gelungenen Tag!

Ineke Paulsen